Skip to content

Sprockhövel – Sonntag, 4.09.2011, 12 – 17:30 Uhr

Verfasst von um 15:08 Uhr und abgelegt unter Kommunalwahl 2009.

Liebe FreundInnen und Freunde,

Foto von Britta Beiske CC-BY-NC-SA 2.0

Foto von Britta Beiske CC-BY-NC-SA 2.0

nachdem ich leider schon sehr lange nicht mehr zum politischen Wandern gekommen bin, freut es mich nun um so mehr, dass es am  Sonntag, den 4.9. ist es endlich wieder so weit ist!  Der bündnisgrüne Kreisverband Ennepetal und ich laden Euch herzlich ein mitzukommen.

Ökologie und Ökonomie werden oft als Gegensatz gesehen. Wirtschaftler beklagen beispielsweise den Naturschutz, weil dieser den Ausbau der Infrastruktur blockiere. Umwelt- und Naturschützer wiederum beklagen den Ausverkauf der Natur im Namen der Wirtschaft. Doch ist diese Gegenüberstellung von Ökonomie und Ökologie überhaupt sinnvoll und zeitgemäß? Ist sie überhaupt noch nötig?

Dieser Frage wollen wir an einem praktischen Beispiel (im wahrsten Sinne des Wortes) nachgehen. Gemeinsam erwandern wir eine Stelle, an der gerade Umwelt –und Wirtschaftsinteressen kollidieren: Gemeint ist die geplante Umgehungsstraße L 70n in Sprockhövel.

Ausgehendvon der Zeche „Alte Haase“ (Hattinger Str. 37f in 45549 Sprockhövel) werden wir auf unserer Wanderung u.a. auf der alten Bahntrasse uns jene Stellen anschauen, wo die geplante Südumgehung Niedersprockhövel verlaufen würde. Dabei wollen wir diskutieren, inwieweit sich Umwelt-/Naturschutz und wirtschaftliche Interessen in Einklang bringen lassen.

Vor allem aber freue ich mich auf ein schönes Natur-Erlebnis mit netten Menschen!

Los geht es um 12 Uhr von der Zeche „Alte Haase“, zu der wir gegen 17/17:30 Uhr oder nach ca. 15 Kilometern zurückkehren werden. Unterwegs wird es eine größere Pause zur Stärkung geben.

Im Anschluss an die Wanderung besteht die Möglichkeit auf „Alte Haase“ die Wahlergebnisse der Landtagswahlen in Mecklenburg- Vorpommern live auf großer Leinwand zu verfolgen.

Um Anmeldung wird gebeten mit Namen und Kontaktdaten bis zum 23.8.2011 unter: wandern-mitsven@gruene-en.de

Ich freue mich auf Euch!

Euer Sven

PS: Die Wanderung findet auch bei sogenanntem schlechten Wetter statt!

Nächste Wanderung: Ratingen, SO den18.04. – Natur statt CO-Pipeline!

Verfasst von um 13:06 Uhr und abgelegt unter Kommunalwahl 2009.

Meine nächste Wanderung führt mich am Sonntag, den 18.04. von Ratingen aus entlang der Trasse der von Bayer geplanten CO-Pipeline, die quer durch das beliebte Naherholungsgebiet verlegt werden soll.

Um 11:00 Uhr geht es los am Treffpunkt Auermühle 1.

Gemeinsam mit Johannes Remmel MdL und hoffentlich vielen interessierten BürgerInnen und FreundInnen vor Ort will ich mir ein Bild von der Lage machen und das Vorhaben mit den Betroffenen diskutieren. So wollen wir u.a. die sog. “Todeszone” ablaufen – in der Umgebung von 1,5 km um eine CO-Pipeline herum würde bei einem Leck für alle Menschen und Tiere höchste Lebensgefahr herrschen.

Weitere Informationen zum Thema CO-Pipeline und dem Engagement der BürgerInnen gegen ihren Bau finden sich u.a.

Trotz des ernsten und unerfreulichen Themas freue ich mich auf einen schönen Tag in der Natur!

Frühjahrswanderung im Weserbergland im Kreis Höxter – Diskussion in Doerentrup (Lippe)

Verfasst von um 12:31 Uhr und abgelegt unter Kommunalwahl 2009.

Frühjahrswanderung im Weserbergland im Kreis Höxter

Meine Wandersaison ist eröffnet! Mit ca. 30 MitwanderInnen wagte ich bei kalt-feuchtem und nur wenig sonnigem Wetter eine erste Runde im Weserbergland des Kreises Höxter.

Ein Teil der Wandergruppe

Ein Teil der Wandergruppe

Am  Hang des Wesertals dominieren ausgedehnte Buchenwälder die Landschaft.

Blick auf das Wesertal bei Höxter

Blick auf das Wesertal bei Höxter

Der Buchenbestand ist wegen Trockenheit und Nährstoffmangel viel lichter als in den klassischen Hallenbuchenwäldern, so dass die Bodenvegetation reichhaltiger ist.

Schlüsselblume

Schlüsselblume

Frühblüher wie Schlüsselblume, Leberblümchen, Buschwindröschen, Wald-Veilchen und Seidelbast erfreuten uns heute schon, während sich in einigen Wochen wegen verschiedener Orchideenarten ein Wanderbesuch lohnen dürfte.

Seidenblast

Seidenblast

Im Wesertal dagegen gibt es ausgedehnte Gewässer in den Auenbereichen mit einem reichen Amphibienvorkommen, darunter seltene Arten wie der Kammmolch. Sehr schön auch der nur kurze Zeit zu hörende Gesang der Misteldrossel. Geschützt werden die Wälder wie auch Teile des Buchenwaldes durch FFH-Gebiete der EU.

Naturerlebnispfad Orchideenbuchenwald

Naturerlebnispfad Orchideenbuchenwald

Gerade der Kreis Höxter hat jedoch bei aller Naturschönheit ebenfalls mit den Problemen vieler entlegener ländlicher Räume zu kämpfen.  Die nächste Großstadt ist weit entfernt. Es gibt nur wenig Industrie mit starker Wertschöpfung. In den nächsten 10 Jahren ist mit einer Abnahme der Bevölkerung vom mindestens 10% zu rechnen. In vielen Straßenzügen, v.a. auf den Dörfern, leben fast nur noch ältere Menschen. Die Infrastruktur bricht weg. Es gibt keinen Weg gegen einen solchen Bevölkerungsrückgang anzukämpfen. Dieser Wandel braucht vielmehr Gestaltung durch die Politik und mehr noch durch die ganze Gesellschaft. Es gilt die daraus folgenden Probleme anzugehen, aber auch die Chancen zu nutzen.

Das Ende des dreigliedrigen Schulsystems wegen zurückgehender SchülerInnenzahlen kann das Schulsystem voranbringen und ländliche Räume zum Schulpionier in Sachen Gemeinschaftsschule machen. Die Kooperation zwischen Ärzten kann die Versorgungsqualität verbessern im Vergleich zu vielen Einzelpraxen. Vor allem jedoch ist die zurückgehende Zersiedelung der Landschaft eine Chance für die Natur, aber auch für ihre verträgliche Nutzung.

Im Kreis Höxter gründete sich eine Regionalvermarktung „KulturLand Kreis Höxter“, die regionale Produkte vermarktet. Unter http://www.erlesene-natur.de finden sich weitere Informationen.  Ein breiteres Projekt „Natura 2000 – Naturerleben im Kulturland Kreis Höxter“ wird von EU und Land gefördert, u.a. aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE). Das Projekt wurde von der Landschaftsstation im Kreis Höxter mitinitiiert, deren Vorsitzender  Josef Jakobi selbst bei der Wanderung dabei war. Er ist auch Gründer der Uppländer Bauernmolkerei (http://www.bauernmolkerei.de), die gesunde Produkte aus ökologisch produzierter Milch zu fairen Preisen herstellt (derzeit 39 ct / Liter). Jakobis Hof liegt ebenfalls in Borgentreich in der Nähe von Höxter.

Regionalentwicklungsaktivist Josef Jakobi

Regionalentwicklungsaktivist Josef Jakobi

Das Projekt fördert aber auch Naturerleben und naturverträglichen Tourismus. Am Weserhang entstanden Natur-Lehrpfade und dazugehörige informative Faltblätter.  Außerdem arbeitet die Region EU-gefördert am Geschichtstourismus. Mit dem Herzstück des herrlichen Kloster Corvey präsentiert sich die Gegend als „Klosterregion“.  Dazu passt auch die fast vollständig erhaltene Stadtmauer von Höxter.

Als folgenschwerer Fehler erweist sich für die Region, dass Grüne Vorschläge zur Einrichtung eines Nationalparks von den großen Parteien abgeschmettert wurden. Ebenso unsinnig ist, die B 83 bei Höxter zu verlegen. Damit würde in ein FFH-Gebiet eingegriffen, dessen naturverträgliche Nutzung durch Tourismus gerade durch öffentliche Gelder gefördert wird.  Straßenbau jenseits von sehr begrenzten Ortsumfahrungen verschlingt Millionen und bringt langfristig für die Region wenig außer langfristige Naturzerstörung – hier in den Weserauen.

Die Wanderung zeigt welche Chancen für wirtschaftliche und ökologische Entwicklung in einem Grünen New Deal gerade für ländliche Räume stecken.

Diskussion in Dörentrup (Kreis Lippe)

„Die Folgen der Finanzkrise für ländliche Räume und die Chancen des Grünen New Deal“

Der Norden des Kreises Lippe hat viele ähnliche Chancen und Probleme wie die Gegend um Höxter. Die Diskussion nach meinem Vortrag zu Chancen ländlicher Räume durch den Grünen New Deal folgte eine lebendige Diskussion zu dessen Umsetzung in der Region.

vl.n.r. LandtagskandidatThomas Hinze , Sven Giegold MdEP, Werner Loke Sprecher Bündnis 90 / Grüne KV Lippe, Ute Koczy MdB

vl.n.r. Landtagskandidat Thomas Hinze , Sven Giegold MdEP, Werner Loke Sprecher Bündnis 90 / Grüne KV Lippe, Ute Koczy MdB

Schon dem flüchtigen Betrachter fällt ins Auge, dass die Zahl der Windräder und Solarenergieanlagen in der Region noch stark steigerungsfähig ist.  Die Diskussion über die Gründe förderte einiges zu Tage. Zum einen sind viele Menschen in der Region sehr bodenständig, einige Anwesende meinten etwas starrsinnig. Neues brauche hier seine Zeit. Das würde auch den Widerstand vieler Akteure in der Politik hier stärker machen als andernorts. So gibt es hier nicht nur Bürgerinitiativen, die sich um das Landschaftsbild sorgen, sondern auch Parteien- und Verwaltungsvertreter in Sparkassen sowie Genossenschaftsbankvorstände, die die Finanzierung von Erneuerbaren-Projekten behindern. Ebenso ist die Genehmigungspraxis  in einigen Gemeinden sehr restriktiv. Dazu tragen auch Naturschutzbedenken bei, die jedoch oft dem Sankt Florian-Prinzip folgen.  Denn der Verzicht auf die intensive Nutzung erneuerbarer Energien bedeutet viel größeren Verlust von Biodiversität durch die Folgen des Klimawandel andernorts und zu späterer Zeit.

Mülltrennung in Doerentrup (Lippe)

Mülltrennung in Doerentrup (Lippe)

Die Chancen des starken Ausbaus der Erneuerbaren zeigen sich u.a. am Veranstaltungsort Dörentrup. Gerade hier kommt dank der Windräder vor Ort ein erklecklicher Teil der Gewerbesteuereinnahmen der Gemeinde aus den Erneuerbaren und ersetzt teilweise die fehlende Industrie. Nachgerade absurd ist, wenn Naturschutzauflagen zum Schutz des Roten Milan Windanlagen dann genehmigungsfähig machen, wenn sie weiträumig mit Maismonokulturen umgeben werden, damit die Gegend für die Vögel unattraktiv wird.

Ein gelungenes Beispiel für nachhaltige Regionalentwicklung ist die Förderung alter Nutztierrassen in Dörentrup. Unter dem Motto „dynamisch, tierisch, gut“ beteiligen sich 50 Mitglieder des Vereins „Dorf der Tiere“ an  der Haltung oder Unterstützung von seltenen Nutztierrassen (http://www.dorf-der-tiere.de/). Drumherum gibt es ein buntes Veranstaltungsprogramm. Bedauerlich ist allerdings, dass die Aktivitäten v.a. auf ehrenamtlichen Schultern ruhen und einige der NutznießerInnen z.B. im Tourismus nicht so recht bereit sind, sich finanziell oder arbeitsmäßig zu beteiligen.

Spürbar sind auch die Auswirkungen des WestLB-Skandals. Obwohl das Land NRW und der Bund die Sparkassen vom größten Teil der WestLB-Verluste freigestellt haben, werden in 2011 die Gewinnzuweisungen der örtlichen Sparkassen in die die kommunalen Haushalte ausbleiben. Das alleine wird 5-6 Mio. € kosten. Weit mehr als die 2-3 Mio. € aus EU-LEADER-Geldern, die in vier Gemeinden des nördlichen Landkreises Lippe fließen.

Eine große Chance für die Region ist weiterhin ein Nationalpark Teuteburger Wald-Eggegebirge. Im Kreis unterstützen inzwischen alle Parteien außer der FDP das Vorhaben. Die FDP erweist sich damit als Sprachrohr des Fürsten zur Lippe, der großen Adelswald-Besitz im geplanten Nationalparkgebiet hat. Dass er seine privatwirtschaftlichen Interessen über die Interessen der Region stellt, ist angesichts der Geschichte des Landbesitzes höchst fragwürdig. Das Verhalten der FDP ist dagegen wieder einmal entlarvend.

Höxter: Ziegenberg und Taubenborn – Naturerleben im Frühling, 11.04.2010

Verfasst von um 16:37 Uhr und abgelegt unter Kommunalwahl 2009.

Am Sonntag, den 11.04.2010, beginnt für mich endlich wieder die Wander-Saison. Ich lade alle Interessierten zu einer politischen und naturkundlichen Wanderung bei Höxter ein.

hoexter_kl

Unter dem Motto: „Ziegenberg und Taubenborn – Naturerleben im Frühling“ möchte ich gemeinsam mit Ute Koczy MdB, Martina Fahlbusch, Landtagskandidatin für den Wahlkreis Höxter und hoffentlich vielen Freundinnen und Freunden aus der Region ein paar Stunden die Natur genießen.

130_3080_kl

Um 14:00 Uhr geht es los, Treffpunkt ist der Parkplatz unterhalb des ehemaligen Felsenkellers an der B 64/83 am Ortseingang Höxter. Mir wurden bei hoffentlich schönem Wetter traumhafte Ausblicke aufs Wesertal, einige botanische Besonderheiten und ein Buchenwald im Frühling in Aussicht gestellt. Darauf freue ich mich schon sehr.

Eine kleine Rast werden wir im Restaurant „Seestern“ in der Freizeitanlage Höxter-Godelheim einlegen. Dort gibt es Kaffee und Kuchen und auch Gelegenheit zu politischen Gesprächen über nachhaltigen Tourismus, ökologische Regionalentwicklung als wesentlicher Teil des Green New Deal und Umsetzung von Europäischer Flora Fauna Habitat- und Vogelschutzrichtlinie, hier insbesondere am Beispiel des FFH-Gebietes Grundlose-Taubenborn.

feuersalamander_kl

Im zweiten Teil sehen wir auf der Taubenborn-Wanderung Stillgewässer in der Weseraue und können mit etwas Glück Kammmolche und Feuersalamander beobachten. Gegen 19:00 Uhr werden wir am Ziel ankommen und den Tag ausklingen lassen.

Auf der Wanderung wird im Bereich des Ziegenberges ein Höhenunterschied von 200 Metern bewältigt, die Streckenlänge beträgt insgesamt ca. 10 km, beide Teile sind ungefähr gleich lang. Festes Schuhwerk ist erforderlich. Start und Zeilpunkt sind mit der Bahn erreichbar (Start: Bahnhof Höxter; Ziel Bahnhof Höxter-Godelheim).

Brühl und Sürther Aue

Verfasst von um 8:02 Uhr und abgelegt unter Kommunalwahl 2009.

Am Samstag vor der Wahl konnte ich im Wahlkampfendspurt bei herrlichem Wanderwetter noch einmal Kraft tanken. Nach einem kurzem Besuch am Info-Stand der Brühler Grünen ging es zum Phantasialand, einem der größten Vergnügungspark Deutschlands.

Der Park ist den Betreibern aber noch nicht groß genug, deswegen wollen sie erweitern und dafür ein großes Stück Wald im Naturpark Rheinland abholzen. Dagegen stellen sich die Bürgerinitiatve “50Tausend Bäume” und die örtlichen Grünen.

Am Nachmittag war ich dann ganz in der Nähe, im Kölner Stadtteil Sürth. Dort werden Steuergelder in Millionhöhe buchstäblich in den Sand gesetzt, um den Godorfer Hafen mit viel Beton auszubauen. Wofür Köln diesen Hafenausbau braucht, konnte bisher niemand erklären. Mit einem Investitionsvolumen von 65 Mio. EUR sollen 20 Arbeitsplätze geschaffen werden, der ökonomische Irrsinn dieses Vorhabens liegt auf der Hand. Leiden müsste auch hier die Natur, die Süther Aue, eine herrliche Flussauenlandschaft und Refugium für viele seltene Arten. Auch hier kämpft seit Jahren eine Bürgerinitiave, die Aktionsgemeinschaft Contra Erweiterung Godorfer Hafen, die ich natürlich gerne unterstütze.

Von diesem Teil der Wanderung hat Marcin ein kleines Video gemacht und online gestellt – vielen Dank dafür vom

Wandergrünen Sven

Rund um das Phantasialand und in die Sürther Aue

Verfasst von um 18:12 Uhr und abgelegt unter Kommunalwahl 2009.

Bündnis 90 / Die Grünen Rhein-Erft-Kreis und Köln laden mit der BI „50Tausend Bäume“ und der „Aktionsgemeinschaft Contra Erweiterung Godorfer Hafen“ zu einer politischen Wanderung rund durch den Naturpark Rheinland und die Sürther Aue ein.

Der Brühler Vergnügungspark „Phantasialand“ plant, sein Gelände zu Lasten eines intakten Waldgebietes incl. geschützter Biotope großräumig zu erweitern. Gleichzeitig wird wenige Kilometer entfernt mit der Planung für den überdimensionierten Ausbau des Godorfer Hafens die Naturlandschaft Sürther Aue zerstört. Gemeinsam mit BürgerInnen und Aktiven vor Ort möchte ich einen Tag vor der Bundestagswahl die Natur genießen und mir ein Bild vor Ort machen,

Alle Interessierten sind wie immer herzlich eingeladen mitzuwandern.

Start: SA. 26.09.2009, 11:30 Uhr Parkplatz Schnorenberg (Euskirchener Str.)

2. Treffpunkt: 15:00 Uhr, Köln, Sürther Aue.

Weitere Infos im Regionalbüro Sven Giegold MdEP : Tel.: 0211 / 38666-33, Email: alberts@gruene-nrw.de

Der Wandergrüne Sven

Diese Einladung als Flyer (*.pdf, 317 KB) zum Weiterverbreiten.

Über den Rothaarsteig

Verfasst von um 22:37 Uhr und abgelegt unter Kommunalwahl 2009.

Der Himmel war düster und grau verhangen. Die Herbststimmung prägte diesen Sonntag, als wir mit etwa 20 Mitwandernden unter Führung von Rothaarsteig-Ranger Fred Hansen mit dem örtlichen Bundestagskandidaten Heiko Kosow eine kleinere Wanderrunde zurücklegten. Insekten waren kaum noch unterwegs. Von Vögeln war nicht mehr viel zu hören. Trotzdem waren etliche WandererInnen rund um den Höhenort Schanze im Hochsauerlandkreis unterwegs. Über 156 km zieht sich der Steig entlang des Kamms des Mittelgebirgszugs im Osten von NRW und Nordwesten Hessens. Mit den Zubringer- und Nebenwegen sind es sogar über 600 km.

img_0509

Der von Fichten geprägte Wald hier ist noch schwer gezeichnet von den Schäden des Sturms Kyrill. Überall liegen große Flächen offen, viele sind immer noch nicht aufgeforstet. Denn viele private Waldbauern hat der Sturm an den Rande des Ruins getrieben. Umso schlimmer, dass das mit EU-Mitteln co-finanzierte Aufforstungsprogramm nicht gut angenommen wird. Es war eigentlich eine gute Idee mit öffentlichen Geldern zu fördern, dass statt der standortfremden Fichte zukünftig Laubhölzer und v.a. Buchen gepflanzt werden. Denn die Fichte wird angesichts der Klimaveränderungen große Probleme bekommen, weil sie die schon jetzt beobachteten längerern Trockenperioden im Sommer nicht aushält. Leider wurden die Fördergelder zu niedrig angesetzt, so dass kaum ein Waldbauer die Gelder abrief. Das gesparte Geld will die Landesregierung nun wohl im Landeshaushalt verplanen. Wenn dort nicht ein Umdenken einsetzt, wird es wohl noch dauern, bis die Wiederaufforstung umfassend in Gang kommt. Die nach Kyrill und Wirtschaftskrise gesunkenen Holzpreise sind – trotz langfristig günstiger Erwartungen – einfach nicht Anreiz genug.

Spannend war den Erlebnissen und Erfahrungen von Fred Hansen zu lauschen. Bei der Umweltbildung mit Schulklassen fällt ihm jedenfalls auf, dass den Kids immer mehr die Sprache für die Erlebnisse in der Natur abhanden kommt. Im Wald gibt es dann „Tannen mit Sträuchern“, wobei mit den Tannen Fichten gemeint sind. Der Biounterricht hat sich so verändert, dass Artenkenntnis kaum noch Lehrziel ist und auch die jetzige Elterngeneration verfügut nicht über genügend Naturwissen. Umso wichtiger ist die Arbeit der Ranger und der Biologischen Stationen in NRW.

img_0517Ökonomisch ist der Rothaarsteig ein Erfolgsprojekt. 1,5 Millionen BesucherInnen kommen jedes Jahr, um hier zu wandern. Sie bringen 33 Mio. € zusätzlichen Umsatz in die angeschlossenen Regionen. Das hat 800 Arbeitsplätze geschaffen. Der Wander- und Fahhradtourismus hat für immer mehr Regionen eine wichtige wirtschaftliche Bedeutung. In meinem letzten Kurzurlaub konnte ich mir im Dorf Zinse selbst ein Bild davon machen. Obwohl dieser kleine Ortsteil von Erndtebrück nicht ganz direkt am Rothaarsteig liegt, reichten die zusätzlichen Übernachtungen, um nach Auskunft der BesitzerInnen des „Landhaus am Rothaarsteig“, die Pension weiterzubetreiben. Ohne Rothaarsteig wäre diese gemütliche Unterkunft nun dicht und die BetreiberInnen ärmer.

Auch wenn die Zahl der Übernachtungsgäste seit Start des Steigs im Verhältnis zu den Tagessgästen abnimmt, so steigt doch die Zahl der WandererInnen immer noch jedes Jahr an. Ca. 40% der BesucherInnen kommen direkt aus der Region, alle anderen bringen Geld von außen in den ländlichen Raum.

Viel Interesse weckt auch der „Kyrill-Pfad“ am Rothaarsteig, wo man über gefallene Bäume kraxeln kann und Informationen zum Sturmschaden erhält. Alleine mind. 75.000 BesucherInnen kommen alleine dorthin.

Es ist nicht auszudenken, wenn sich damals die Straßenbau-Lobby von CDU, IHK und co. durchgesetzt hätten. Dann wäre ein relevanter Teil des heutigen Wanderwegs nun eine Autobahn. Hier zeigt sich wieder: Die wirkliche politische Frage der Wirtschaftspolitik ist nicht, ob Wirtschaft gefördert wird, sondern welche!

Doch auch beim Betrieb des Rothaarsteigs ist nicht alles einfach. Das Erfolgsgeheimnis des Wanderwegs liegt nicht nur in seiner landschaftlichen Schönheit, sondern auch in den vielen Angeboten entlang des Wegs. Ein Höhepunkt ist der „Waldskulpturenpfad“, der sich künstlerisch im LandArt-Stil mit gesellschaftlichen Themen und dem Mensch-Natur-Verhältnis auseinandersetzt. Großartig finde ich den übergroßen, goldenen Bischofsstab bei Schanze, der vor lauter Gewicht fast umfällt. Ebenso spannend die künstlerische Verarbeitung des jahrhundertelangen Grenzstreit zwischen dem Katholischen Köln und dem evangelischen Wittgenstein. Die Skulpturen wurden natürlich politisch heftig attackiert. Zu teuer seien sie (bisher 1,2 Mio. €), lautete der Hauptvorwurf. Heute bringen sie – jenseits von ihrem eigenen Wert – zahlreiche kunstbegeisterte Gäste in die Region.

img_0512

Diskussionen löst derzeit auch der Wiesent aus. Der immer noch mächtige Graf von Sayn-Wittgenstein hat sich in den Kopf gesetzt, noch zu Lebzeiten den ehemals heimischen Wiesent wiederanzusiedeln. Das wäreerfreulich und nur konsequent, denn die Tiere wurden vom Menschen durch Jagd ausgerottet. Außerdem kann man jetzt schon vorhersagen, dass die scheuen Tiere wieder das Interesse vieler BesucherInnen wecken werden. Auch Luchs und Wolf könnten im Rothaargebirge wieder heimische werden…

Ein weiterer Feind des Rothaarsteigs sind Haftungsfragen. Nach aktuellem, von Richtern geschaffenem Recht sind nun WaldbesitzerInnen für den Zustand der Wege verantwortlich, etwa wenn Äste fallen. Leider hat die große Koalition das Umweltgesetzbuch, wegen CSU-Blockade, nicht mehr auf den Weg gebracht und damit auch nicht die Reform des Bundeswaldgesetzes. Mit dem Umweltgesetzbuch sollte der gesunde Menschenverstand wieder im Wald ankommen: Wer im Wald wandern, haftet selbst, wenn Holz von oben fällt.

Wandergrün

Sven Giegold

Ins lebenswerte und grüne Ruhrtal

Verfasst von um 19:11 Uhr und abgelegt unter Kommunalwahl 2009.

Alle Fotos der Wanderung finden sich: Hier

Meine zweite Tour als Wandergrüner Sven führte mich am Freitag, den 14.08. ins Märkische Sauerland. Die Tour startete an einem großen Windrand in Menden-Oesbern.

Ingrid Ketzschap mit Megafon vor Windrad

Ingrid Ketzscher von den Mendener Grünen mit Megafon vor Windrad

Die gleich zu Anfang verteilten leckeren Äpfel aus dem Garten einer Mitwanderin und das herrliche Wetter sorgten von Anfang an für gute Stimmung – gemeinsam mit ca. 40 Menschen aus der Region zogen wir also in bester Laune los. image015_kl

Mit uns wanderten Grüne aus Menden, Iserlohn und Wickede, Aktive der Gruppeninitiative gegen den Autobahnbau GigA, der Wimberner Interessengemeinschaft gegen die A46, AnwohnerInnen und weitere Interessierte. Dazu einige Hunde und ein paar vergnügte Kids, eine schön bunte Truppe. Die grüne Bundestagskandidatin für den Märkischen Kreis Elke Olbrich-Tripp war ebenfalls mit von der Partie.

Die Landschaft auf der Route ist ein echter Geheimtipp. Mich hat erstaunt, wie wenig das Gebiet bisher für Tourismus erschlossen ist. Laub- und Nadelwälder, Wiesen, Felder, kleinteilige bäuerliche Landwirtschaft, sanfte Hügellandschaft, wunderschöne Dörfer und kleine Bachtäler – die Gegend ist sehr abwechslungsreich und landschaftlich attraktiv. image023_kl

All ist nun von einer unsinnigen Autobahn bedroht. Seit nunmehr 40 Jahren steht der “Lückenschluss” der A 46 im Bundesverkehrswegeplan auf der höchsten Dringlichkeitsstufe. Und seit 40 Jahren lebt die Region gut ohne diese Autobahn.  Alle zur Zeit diskutierten Trassen laufen durch europäisch geschützte FFH-Gebiete. Dort leben z.B. europaweit prioritäre Arten wie Schwarzstorch, Wachtelkönig, Eisvogel und Grauspecht.

Vor Ort werden die geplanten Autbahnrouten überprüft

Vor Ort werden die geplanten Autbahnrouten überprüft

Aber auch außerhalb der FFH-Gebiete würde die Trasse zum Beispiel die jetztige landwirtschaftliche Nutzung einschränken – die Autobahn würde das Aus für mehrere bäuerliche Betriebe bedeuten. Statt Arbeitsplätze zu schaffen, würde das Entwicklungspotential für diesen Teil des Ruhrtals als Gebiet für naturnahe Erholung und Landwirtschaft dauerhaft zerstört. Zudem wären die 19 km Lückenschluss mit ca. 400 – 500 Mio. EUR eines der teuersten Stücke Straße der ganzen Republik. Ein ökologischer und ökonomischer Irrsinn, den es zu verhindern gilt.image042_kl

Am Nachmittag widmeten wir uns dann in Menden selbst noch einmal der geplanten Autobahntrasse. Hier soll den BürgerInnen mit einer Untertunnelung das Projekt schmackhaft gemacht werden.

Mit Claudia Mölle, Sprecherin der GigA, beim Ortstermin in Menden

Mit Claudia Mölle, Sprecherin der GigA, beim Ortstermin in Menden

Bizarr: Unter einem Industriegebiet soll ein Tunnel gebaut werden, im FFH-Schutzgebiet und bei der nahen Wohnsiedlung hingegen eine brutale Schneise incl. Brücken, Dämmen und Troglösungen. Gemeinsam mit Mendener AnwohnerInnen und der grünen Landratskandidaten Renate Oehmer gingen wir dann die Route des geplanten Tunnels ab und machten uns vor allem vom Ort des geplanten Tunnelaustritts ein Bild. Die AnwohnerInnen lehnen die Autobahn ab. Sie wollen weiter die Ruhe und den Wald genießen, statt vor eine Betonschneise zu laufen. In direkter Nachbarschaft liegt das Naturschutzzentrum Arche Noah. Wie in Zukunft direkt neben einer Autobahn dort die wertvolle natur-pädagogische Arbeit fortgesetzt werden kann, sollte sich NRW-Umweltminister Uhlenberg fragen, der das Zentrum noch vor kurzem besucht und seine Arbeit hoch gelobt hat. image126_kl1

Beim abschließenden Grillpicknick am „Hexenteich“ mit 70 TeilnehmerInnen gab es noch einige kämpferische Reden und viele interessante Gespräche. Wichtig war mir klarzumachen, dass der Kampf gegen diese Autobahn nicht von Brüssel aus geführt werden kann. Ohne aktiven Widerstand in der Region geht es nicht. Gerade das starke Interesse der Lokalpresse am Thema ist eine gute Basis. CDU, SPD, FDP werden im Kommunal-, Bundestags- und Landtagswahlkampf noch viel Gelegenheit haben den Mendener BürgerInnen zu erklären, warum sie den Autobahnbau unterstützen.

Abschluss-Picknick am "Hexenteich"

Abschluss-Picknick am "Hexenteich"

Der rundum gelungene Tag und das große Engagement der Aktiven vor Ort lässt mich aber hoffen, dass dieses wunderbare Stück Natur doch noch vor den Betonfetischisten gerettet werden kann. Deutlich wurde wieder einmal, dass es nicht um Natur versus Wirtschaft geht, sondern um zwei verschiedene ökonomische Entwicklungswege. Nutzung der örtlichen Ressourcen für Tourismus, ökologische Landwirtschaft, Lebensqualität auf der einen Seite versus Straßenbau und die vage Hoffnung auf zusätzliche Ansiedlungen auf der anderen Seite. Für mich heißt das: Dranbleiben! Die Grüne Fraktion im Europaparlament wird sich weiterhin dafür einsetzen, dass der Straßengüterverkehr endlich die vollen Kosten trägt, die er verursacht. Dann hören auch die Verstopfungen auf den bestehenden Autobahnen auf und die wichtigste Rechtfertigung für immer neue Straßen wäre verschwunden. Das wäre nicht nur ein Segen für die Natur, sondern für alle BürgerInnen. Denn das Geld der SteuerzahlerInnen brauchen wir dringend für Investitionen in die Bildung und den ökologischen Umbau.

image090_kl_gedr

Der Wandergrüne Sven.

Alle Fotos der Wanderung finden sich: Hier

Mit Grün auf den Rothaarsteig

Verfasst von um 18:46 Uhr und abgelegt unter Kommunalwahl 2009.

Bündnis 90 / Die Grünen im Hochsauerlandkreis laden ein zur politischen Wanderung!

Der „Pfad der Sinne“ ist in den letzten Jahren zu einem der beliebtesten Wanderwege Deutschlands geworden. Aus grüner Sicht ein gutes Beispiel für nachhaltigen Tourismus als wirtschaftliche Zukunftsstrategie für den ländlichen Raum. Rothaarsteig-Ranger Fred Hansen führt über eine traumhafte Wanderroute und berichtet unterwegs über das Spannungsfeld von Naturschutz, Tourismus und Forstwirtschaft.

Gemeinsam mit Bundestagskandidat Heiko M. Kosow und dem Europaabgeordneten Sven Giegold wollen wir die einmalige Naturschönheit des Rothaargebirges genießen.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen mitzuwandern.

Start: Sonntag, den 06.09. in Schmallenberg Schanze

12:00 Treffen in Schanze, Gelegenheit zum Mittagessen, Start der Rundwanderung um 13:00 Uhr – Rückkehr gegen 18:00 Uhr. Transfer vom Bahnhof Winterberg nach Schanze kann bei Anmeldung organisiert werden. Anmeldung und weitere Infos im Regionalbüro Sven Giegold MdEP, Tel.: 0211 / 38666-33, Email: alberts@gruene-nrw.de

Diese Einladung als Flyer zum Ausdrucken gibt es hier. (*.pdf, 525 KB)

EU-Vogelschutzgebiete & -FFH-Gebiete online

Verfasst von um 17:54 Uhr und abgelegt unter Kommunalwahl 2009.

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW hat dankenswerterweise alle Schutzgebiete nach der EU-Vogelschutzrichtlinie und der EU-Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie online dokumentiert. Die Internetseite ist sehr spannend und informativ: Hier

Pages: 1 2 Next